Gglobale, vernetzte Ereignisse und Entwicklungen machen uns zu Zeitzeugen spannender, turbulenter Zeiten.
Zum einen schreitet die internationale Verflechtung von Handelsströmen, bisher unaufhaltsam, voran und geht dabei meist Hand in Hand mit der Technologisierung, Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen. Während Deutschland dabei wirtschaftlich derzeit gut aufgestellt ist, müssen heimische Unternehmer in Zukunft nicht nur auf zusätzliche internationale Konkurrenten aus dem asiatischen Raum achten, sondern sich insbesondere dem Wettkampf um die besten Fachkräfte in Deutschland stellen. Der demographische Wandel wird hier voraussichtlich zu einer Verschärfung führen, die sich selbst durch Zuwanderung nur zum Teil lösen lässt.
Zum anderen gewinnen weltweit politische Strömungen an Zulauf, die nicht die Zukunft gestalten, sondern mit Ideen der Vergangenheit komplexe Fragen verkürzt beantworten wollen, dabei zahlreiche Erfolge der letzten Jahrzehnte infrage stellend. Für den Aufstieg solcher populistischen Bewegungen in vielen westlichen Gesellschaften lassen sich gemeinsame als auch landesspezifische Ursachen finden. Die Folgen sind häufig jetzt schon spürbar, zum Beispiel die Verrohung des politischen Diskurses, die zunehmende Anfeindung oder Ausgrenzung gesellschaftlicher Gruppen sowie die Rückfokussierung auf den Nationalstaat.
Sei es Digitalisierung, demographischer Wandel oder Globalisierung und Migration – jede dieser Entwicklungen hat konkrete Auswirkungen auf das Zusammenleben vor Ort in Ludwigshafen. Ebenso spüren wir vor Ort die Polarisierung der Stadtgesellschaft. Bei der Podiumsdiskussion „Ludwigshafen 2030“ wollen wir daher den Bogen zur kommunalen Ebene schlagen und uns fragen: In welchem Ludwigshafen wollen wir in Zukunft leben? Was hält unsere Stadtgesellschaft zusammen und was sind potentielle Begegnungsorte? Welche Vorstellung von Mobilität werden wir haben? Wie schafft es Ludwigshafen, ein attraktiver Wirtschaftsstandort zu bleiben? Was kann getan werden, dass die Stadt bei jungen Leuten gefragt ist, aber zugleich die Versorgung für ältere Menschen in einer alternden Gesellschaft stimmt? Wie werden Bürger und Bürgerinnen am besten in kommunalpolitische Fragestellungen eingebunden? Wie können die Vorteile von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bestens genutzt, aber miteinhergehende nachtteilige Effekte gemindert werden?

Sehr herzlich begrüßen wir dazu unsere Gäste:
• Hans-Friedrich Günther, Geschäftsführer des Klinikum Ludwigshafen
• Daniel Lips, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ludwigshafen
• Prof. Dr. Peter Mudra, Präsident der Hochschule Ludwigshafen
• Jürgen Vogel, stellvertr. Geschäftsführer der IHK Pfalz und Leiter des Ressorts Standortpolitik

Details

Beginn:
Mittwoch, 12.12.2018, 19:30 Uhr