Politik


  • Was wir tun!

    Was bedeutet es in der Jungen Union aktiv zu sein.

  • Was uns am Herzen liegt!

    Unser kommunaler Standpunkt.

Was wir tun - Was bedeutet es in der Jungen Union aktiv zu sein.

Es bedeutet die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, weil wir lieber handeln als behandelt zu werden, weil es Spaß macht, mit anderen politisch Interessierten zu diskutieren, politische Ideen zu entwickeln und für ihre Durchsetzung zu streiten. Denn Politik fängt nicht im Bund an, sonder vor unserer Haustür. Das ist auch Arbeit. Klar. Nur "aus dem Bauch heraus" lassen sich Probleme nicht lösen. Politische Bildung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements. Wir machen Seminare zu den unterschiedlichsten Themen, hören Vorträge, erarbeiten auf Sitzungen politische Forderungen, planen Aktionen, diskutieren leidenschaftlich Themen aus allen Bereichen der Politik. Zur JUNGEN UNION gehört aber genauso das Fußballturnier, die Party, die Kinonacht oder die Studienreise. Selbstverständlich sind auch interessierte Nichtmitglieder willkommen beim Feiern und beim Diskutieren und Arbeiten.

Unsere Ideen setzen wir um: Im Ortsbeirat, in einem Ausschuss des Stadtrats oder als Stadtratsmitglied. Da geht es um den Kindergarten oder den Spielplatzbau, das Wohnungs- oder Parkplatzangebot, den Straßenverkehr und den ÖPNV, insbesondere natürlich um die Anliegen und Bedürfnisse junger Menschen und die zukünftige Entwicklung unserer Stadt. JU-Mitglieder bringen Ideen ein und begleiten ihre Umsetzung.

Wir haben Grundsätze, gehen von einem christlich geprägten Menschenbild und den damit einhergehenden Werten aus, treten für den freiheitlichen Rechtsstaat ein, wollen die soziale und ökologische Marktwirtschaft. Und wir sind offen für Zukunftsfragen, suchen das Gespräch auch mit Andersdenkenden.
Wir sind christlich-demokratisch und liberal, weil wir für die Grundrechte des Bürgers und seine Freiheit eintreten; christlich-sozial, weil wir uns für alle Menschen, vor allem für die Schwächeren und unverschuldet in Not geratenen, einsetzen; konservativ und fortschrittlich, weil wir Bewährtes nur durch Neues ersetzen wollen, wenn wir das mögliche Neue als besser erkannt haben.

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JU Grundsatzprogramm

JU Strukturübersicht

Was uns am Herzen liegt! - Unser kommunaler Standpunkt.

Ludwigshafen: Was uns am Herzen liegt

Ludwigshafen hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Durch den Bau der Rhein-Galerie, der Bebauung des Rheinufer Süds sowie der Parkinsel ist die Stadt näher an den Rhein gerückt. In den kommenden Jahren wird sich mit dem Abriss der Hochstraße, dem Projekt „Rheinkilometer 423“ und der Neubebauung am Berliner Platz das Erschei-nungsbild der Innenstadt weiter wandeln. Zusammen mit anderen Maßnahmen haben diese Projekte dazu beigetragen, Ludwigshafens Attraktivität zu steigern. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den Bevölkerungszahlen: Die Stadt wächst seit fast zehn Jahren stetig. Die gesamtdeutsche Entwicklung hin zur Verstädterung wird diese Dynamik noch weiter verstärken.

Wir, als Junge Union (JU) Ludwigshafen, wollen ein modernes Ludwigshafen mit einer bunten, enga-gierten und starken Zivilgesellschaft. Damit dies gelingt ist es wichtig, aufkommende Trends und Herausforderungen im Dialog mit den Menschen vorherzusehen und, stets die städtische Finanzlage im Blick, in Handlungen umzusetzen.
Ein leistungs- und zukunftsfähiges Ludwigshafen wird insbesondere das sich ändernde Mobilitätsverhalten sowie die Felder Digitalisierung und Integration fokussieren müssen. Dauer- und Querschnittsthemen wie die Innenstadtentwicklung, Sicherheit und die städtische Finanzlage bilden dabei den Rahmen einer gelingenden Kommunalpolitik.

Für ein bewegliches und mobiles Ludwigshafen

Mobilität ist ein wertvolles Gut. Sich schnell und ungehindert von einem Ort an den anderen bewegen zu können ist Ausdruck von Freiheit und bildet die Grundlage eines selbstbestimmten Lebens. Das gilt heute vielleicht mehr denn je, auch in Ludwigshafen. Die JU Ludwigshafen steht auch zukünftig für eine bedarfsgerechte Infrastruktur, die gut ausgebaute Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer sowie den öffentlichen Personennahverkehr umfasst.

Im Fokus der nächsten Jahre: Abriss der Hochstraße

In den nächsten Jahren werden insbesondere der Hochstraßenabriss sowie der ebenerdige Neubau der Stadtstraße die Verkehrslage beeinflussen. Negative Auswirkungen müssen dabei so gering wie möglich gehalten werden, ein zeitlich und finanziell ausuferndes Großprojekt auf jeden Fall vermieden werden. Weitere Express-Straßenbahn- und Buslinien sowie die Öffnung der unteren Bismarckstraße für Autos können Entlastung schaffen. Umliegende Kommunen sollen dazu angehalten werden, ausreichend Parkmöglichkeiten zur „Park+Ride“-Nutzung zur Verfügung zu stellen. Auch zunächst unkonventionelle Ideen wie der Einsatz von Fähren oder Wassertaxis sollen auf Effektivität und Finanzierbarkeit geprüft werden.

Eine zusätzliche Rheinbrücke bei Rheingönnheim/Altrip dient der Verkehrsentlastung. Solch eine Rheinquerung muss sich langfristig in zukünftigen Bundesverkehrswegeplänen wiederfinden.

Die JU Ludwigshafen setzt sich für eine Umbenennung des Hauptbahnhofs in „Ludwigshafen (Rhein) Bahnhof West“ ein. Mit Blick auf die aktuelle Bedeutung und Lage des Bahnhofes ist die Bezeichnung „Ludwigshafen (Rhein) Hauptbahnhof“ weder zweckmäßig noch zeitgemäß.

Um den Knotenpunkt „Ludwigshafen (Rhein) Bahnhof West“ attraktiver zu gestalten, fordern wir die Öffnung des Posttunnels. So ist die Hochschul- und Technologiemeile an der Blies rund um Hochschule und Berufsbildende Schule Technik 2 wieder in kurzer Zeit zu Fuß vom Hauptbahnhof erreichbar. Damit einhergehend wird die Parksituation an der Hochschule Ludwigshafen entschärft. Ebenso plädieren wir für eine attraktivere Busanbindung durch eine an die Unterrichtszeiten angepasste Taktung. Dies wird zusätzlich die Belastungen rund um den Hochstraßenabriss verringern. Ein Ausbau des VRNnextbikes-Angebots durch weitere Stationen in den Stadtteilen sollte diskutiert werden.

Die JU Ludwigshafen tritt für eine vernünftige Anbindung Melm – Edigheim ein. Ein ausgebauter Fahrradweg ist dabei ebenso wünschenswert wie eine Straße, deren Nutzung möglichst wenig Lärmbelästigung für die Anwohner bedeutet.

Die Zukunft der Fortbewegung mitgestalten - in Ludwigshafen

Selbstverständlich ist es darüber hinaus Aufgabe der Politik sein, neue Mobilitätskonzepte in das Stadtleben passend zu integrieren – stets das Ziel vor Augen, die Verkehrslage zu entlasten und die Bürgerbedürfnisse optimal zu bedienen. Dies umfasst beispielsweise Car- und Bike-Sharing sowie mittel- bis langfristig eine Anpassung der städtischen Infrastruktur an Mobilitätstrends wie Autonomes oder Vernetztes Fahren. Ebenso fordern wir, möglichst schnell den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos voranzutreiben, um das Potential der Elektromobilität voll auszuschöpfen.

Für eine Innenstadt auf der Höhe der Zeit

Die JU Ludwigshafen bekennt sich zur Öffnung der Stadt zum Rhein. Wir plädieren dafür, diesen Weg konsequent weiterzugehen; wir behalten im Hinterkopf, dass Sichtachsen zum Rhein wichtig sind. Zu jeder Zeit ist ein hinreichender Hochwasserschutz zu gewährleisten.

Zu einem modernen Stadtbild gehören ausreichend frei zugängliche und gepflegte Grünflächen. Den von der Stadt gewählte Ansatz, im Rahmen des Projekts „City West“ die Ideen der Bürger bei der Grünflächengestaltung zu berücksichtigen, begrüßen wir. Darüber hinaus bedarf es der Pflege bestehender Park- und Rasenflächen. Die dabei mögliche Initiative der Bürgerschaft, wie z.B. im Falle des Förderkreises Ebertpark e.V., schafft Berührungspunkte mit der Stadt und trägt zur Identifikation mit selbiger bei.
Diese best-practice-Beispiele der Bürgerbeteiligung sind auch denkbar, um der Verwilderung des Südwest-Stadions entgegenzuwirken und Konzepte zur zukünftigen Nutzung zu erarbeiten.

Wir wollen eine belebte Innenstadt - auch wenn sie anders aussehen mag als vor einigen Jahren.

Wir müssen uns vor Augen führen: Eine Fußgängerzone wie sie die Ludwigshafener Bürger vor Jahrzehnten erlebten wird es nicht mehr geben. Das Kaufverhalten ändert sich zunehmend hin zum Online-Shopping. Außerdem investieren zahlreiche Privateigentümer, in deren Besitz sich die Innen-stadtimmobilien befinden, nicht ausreichend. Diese Punkte tragen zu dem Wandel bei, der in der Bevölkerung Unmut hervorruft. Im Wettbewerb der Städte der Metropolregion Rhein-Neckar muss Ludwigshafen seine Rolle weiter definieren. Wir machen uns dafür stark, sich an die Gegebenheiten anzupassen und ein Konzept der „hot spots“, deren Zentren Berliner Platz, Rhein-Galerie und Rat-hauscenter lauten könnten, zu etablieren. Die „City West“ könnte ebenfalls zu einem solchen werden: dort zu leben soll perfekt Wohnen, Einkaufen und Freizeit vereinen. Charakteristisch für einen solchen „hot spot“ wäre dessen Schwerpunktsetzung. Während die Nachfrage nach Nahversorgern am Berliner Platz bedient wird, finden sich Dienstleister entlang der Achse zum Rathaus-Center wieder. Die Shoppingtour durch die Rhein-Galerie kann im gastronomischen „hot spot“ Bahnhofstraße ausklingen. Wir wollen eine belebte Innenstadt – auch wenn sie anders aussehen mag als vor einigen Jahren.

Die bereits angesprochene teilweise Öffnung der Bismarckstraße eröffnet neben einem besseren Verkehrsfluss auch die Möglichkeit der Neuansiedlung von Dienstleistern und Gastronomiebetrieben entlang der Straße, inklusive einiger neu entstehender Parkplätze.

Für ein lebenswertes Ludwigshafen

Wir brauchen in Ludwigshafen Freizeitangebote für alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen, dazu zählt auch die Auswahl aus einer gastronomischen Vielfalt. Deshalb stehen wir dafür ein, das bestehende Angebot um Restaurants, Bistros und Lounges im mittleren Preissegment zu erweitern. Die JU schlägt eine Prüfung der bestehenden Lagerhallen an der Lagerhausstraße vor. Die Immobilien liegen nicht nur in Fußdistanz zu Arbeits- und Wohngebieten (Rheinufer Süd, Parkinsel, Stadtteil Süd), sondern weisen ebenso eine gute Verbindung an den ÖPNV auf. Kostenfreie Parkplätze können die weitere Attraktivität steigern. Helle Weinlounges und modische Tapasbars in der Region entsprechen dem Zeitgeist, erfreuen sich großen Zulaufs und bergen auch in Ludwigshafen Potential. Als besonders reizvoll erweist sich der Ort: Direkt am Luitpoldhafen verbindet sich alter Industriecharme mit urbanem Lebensgefühl.

Eine Entwicklung der Ausgehmöglichkeiten in der Bahnhofstraße, von der Stadt unterstützt und begleitet, hin zu einer Kneipen- und Gastromeile ist unser Ziel.

Ludwigshafen ist eine junge Stadt: Knapp ein Drittel der Einwohner Ludwigshafens sind bis zu 30 Jahre alt. Hinzu kommen viele auswärtig wohnende Studenten der Hochschule Ludwigshafen sowie die Nähe zur Universitätsstadt Mannheim. Dennoch mangelt es derzeit am abendlichen Angebot für junge Menschen. Eine Entwicklung der Ausgehmöglichkeiten in der Bahnhofstraße, von der Stadt unterstützt und begleitet, hin zu einer Kneipen- und Gastromeile muss das Ziel sein. Eine entsprechende Verkehrsanbindung von dort in alle Stadtteile muss, insbesondere am Wochenende, auf derzeitigem Niveau beibehalten werden – oder sogar weiter verbessert werden. Dabei sind Tariferhöhungen, die nicht in erfahrbarem Mehrwert zum Wohle der Kunden münden, zu vermeiden. Das Konzept des Nachttaxis ist auf Finanzierbarkeit zu überprüfen und ggf. großflächig einzuführen.

Attraktiver Wohnort für junge Menschen

Die durchschnittliche Miethöhe, ein für Auszubildende und Studierende entscheidendes Kriterium, spricht bereits im Vergleich zu umliegenden Städten der Metropolregion Rhein-Neckar für Ludwigshafen. Zusätzlich soll der Bau von Studentenwohnheimen durch das Studierendenwerk Vorderpfalz, die GAG oder in Kooperationen mit anderen Investoren verfolgt werden. Der Ausbau des alten Corso-Kinos durch private Investoren ist dementsprechend begrüßenswert. Auch das Vorhaben, Studentenwohnungen im ehemaligen Hemshof-Center zu bauen, unterstützen wir ausdrücklich.

Weitere Rahmenbedingungen, um die Stadt auch zukünftig für junge Menschen zum Wohnen und Leben attraktiv zu gestalten, sind zu schaffen. Neben den Aspekten Mobilität und Sicherheit zählen dazu ganz wesentlich Arbeitsplätze für Berufseinsteiger - Ludwigshafen als starker Wirtschaftsstandort liegt im Interesse der Stadt.

Zugang zu schnellem Internet sowie eine umfassende Netzabdeckung, entsprechend neuester Technologiestandards, tragen zu einem anziehenden Ludwigshafen bei - sowohl als Wirtschafts- als auch Wohnort. Hinzu kommt der Ausbau kostenfrei nutzbarer WiFi-Hotspots an öffentlichen Plätzen. Ebenso ist das Angebot an Online-Services des Rathauses und der Bürgerbüros auszubauen, wodurch die notwendige Zahl an Behördengängen vermindert wird.

Für spürbare Sicherheit

Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit tragen wesentlich zu einem gesteigerten Lebensgefühl bei. Nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich auch wohl. Jeder muss sich zu jeder Zeit in unserer Stadt sicher fühlen. Zivilcourage ist Ausdruck gelebten Zusammenhalts.

Wir wollen das Sicherheitsempfinden an bisher kritischen Orten erhöhen

Generell ist dunklen Ecken, sogenannten „black spots“, durch ausgeweitete und effektivere Straßenbeleuchtung entgegenzuwirken. Dies gilt beispielsweise für den Jägerparkplatz oder auch für den Übergang „Am Kanal“/Münchbuschweg“ in Edigheim. Eine punktuelle Videoüberwachung, die an als unsicher wahrgenommenen Orten platziert ist, erachten wir ebenfalls als wirkungsvolle Maßnahme. So beispielsweise am Berliner Platz oder vergleichbaren Knotenpunkten in den Stadtteilen. Videoüberwachung schreckt ab – bevor etwas passiert. Falls es doch zur Straftat kommt, erleichtern die Aufnahmen die Verbrechensaufklärung.

Wir stehen zu kommunalen Vollzugsdienst und Polizei - unsere Freunde und Helfer

Der kommunale Vollzugsdienst (KVD) ist gemäß Landesgesetzgebung und städtischer Richtlinien zu stärken. Die JU Ludwigshafen fordert neben einem durchgängig einheitlichen Erscheinungsbild eine aufgabenangemessene Ausstattung. Eine Umbenennung ist weiterhin zu diskutieren. Mithilfe dieser Maßnahmen wird die Bedeutung des KVD unterstrichen und nicht zuletzt die Attraktivität des Berufsbildes gesteigert, wodurch Nachwuchsproblemen entgegengewirkt werden kann. Ein gut personell und materiell ausgestatteter Vollzugsdienst trägt dazu bei, unsere Polizei rund um die Uhr zu entlasten.
Das Land Rheinland-Pfalz muss seine Pflichten und Kernaufgaben erfüllen. Dazu zählt, die Polizei in Ludwigshafen umfassend auszustatten und so deren schnelle Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Rund um die Uhr besetzte Polizeistationen müssen das Ziel sein – ganz ohne Unterbesetzung oder Überstunden. Die JU Ludwigshafen fordert eine Sicherheitswache am Berliner Platz. Damit wäre die Polizei noch stärker als bisher für die Bevölkerung zentral als Freund und Helfer ansprechbar. Ein Sicherheitscontainer, wie in Mannheim derzeit erprobt, kann eine kostengünstige Alternative sein. Der Standort ist nahe (nächtlicher) Knotenpunkte des Nahverkehrs gelegen und ermöglicht das schnelle Erreichen innenstadtnaher Konfliktherde. Im gleichen Zuge begrüßen wir die lebhafte und sachbezogene Debatte über ein geeignetes, ausreichend großes Areal für den Neubau des Polizeipräsidiums. Die Entscheidung zugunsten eines Geländes ist zeitnah zu treffen und zu verkünden.

Zu einer vernünftigen Sicherheitsarchitektur gehört eine gut ausgestattete Feuerwehr

Neben Polizei und kommunalem Vollzugsdienst sehen wir die Feuerwehr als einen wichtigen Teil des städtischen Sicherheitskonzepts. Unglücksfälle in der Vergangenheit zeigen, wie wichtig eine einsatzbereite Feuerwehr ist. Die JU Ludwigshafen fordert hier eine an die sich ändernden Stadtver-hältnisse angepasste Flexibilisierung des Bedarfs- und Beschaffungsplan. Die Feuerwehr muss mit guter Ausrüstung den Gegebenheiten vor Ort gewachsen sein. Auf eine immer intensivere Kommunikation zwischen Berufsfeuerwehr der Städte der Metropolregion, Freiwilliger Feuerwehr und BASF-Werksfeuerwehr ist hinzuwirken. Dabei sind wir uns der Bedeutung der BASF-Werksfeuerwehr, als eine der weltweit fähigsten und am besten ausgestatteten, bewusst und dafür dankbar. Zusätzlich ist die stärkere Einbindung einer handlungskompetenten, motivierten Freiwilligen Feuerwehr in das tägliche Einsatzgeschehen zu prüfen. Mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften ist eine tatkräftige Unterstützung der hauptberuflichen Kräfte möglich – vereinte Kräfte tragen auch hier zu einem sichereren Ludwigshafen bei.

Für ein geordnetes Miteinander

Es liegt in der Natur nationaler und erst recht globaler Entwicklungen, dass sie sich außerhalb kommunaler Entscheidungsbereiche abspielen. Die Auswirkungen allerdings spielen häufig eine Rolle in der Kommunalpolitik. Beispielhaft für eine solche Entwicklung ist die aktuelle Flüchtlingsthematik.
An ihr zeigt sich aber auch wie schnell und organisiert ehrenamtliche Gruppen zusammenwirken, sei es in Asylcafés, bei der Begleitung von Asylsuchen-den bei Behördengängen oder in weiteren Bürger-initiativen und Arbeitskreisen. Ein solches Engagement hält die Stadt lebendig und stärkt das Miteinander. Dennoch laufen viele Prozesse getrennt voneinander ab. Langfristig fordern wir einen koordinierenden, kommunalen Integrationsplan.

Wir fordern: Abschiebehindernisse sind abzubauen

Wir bekennen uns zu der derzeitigen Art der Unterbringung der Flüchtlinge. Der Mix aus zentralen Sammelunterkünften sowie dezentralen städtischen und angemieteten, privaten Wohnungen wirkt sich nicht merklich negativ auf das alltägliche Leben der Bevölkerung aus. An einigen Standorten in Ludwigshafen wurden Unterkünfte neu gebaut oder befinden sich in Planung. Bei Unterkünften in Massivbauweise ist die Nachnutzung der Immobilien zu diskutieren und die Bevölkerung frühzeitig darüber zu informieren.
Die Zahl der Asylbewerber ist rückläufig, eine Trendwende bei den zu bearbeitenden Asylanträgen ist erreicht. Nun haben Stadt und Land fortwährend ihrer Verantwortung bei der Rückführung abgelehnter Asylbewerber nachzukommen: Die Hindernisse, die den Abschiebevollzug erschweren, sind in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz abzubauen. Nur so können ausreichend Mittel für die bereitgestellt werden, die unseren Schutz und Hilfe brauchen.

Die deutsche Sprache ist die Eintrittskarte zur gesellschaftlichen Teilhabe

Die JU Ludwigshafen steht dazu, dass die deutsche Sprache der Schlüssel zu gelungener Integration ist. Jeder Zugang zu Sprache ist wichtig, sei es durch reguläres Erlernen in der Schule oder durch Erleben im Alltag, z.B. beim Sport oder in der Musikschule. Sprachkurse für Erwachsene wie Kinder sollen so früh wie möglich ansetzen, unabhängig von der Aussicht auf Bewilligung des Asylantrags. Hier gilt es, die Volkshochschule zu fördern. Ebenso können ältere, mehrsprachige Schülerinnen und Schüler motiviert werden, Sprachförderprogramme an ihren Schulen ins Leben zu rufen – gemäß dem Motto „Schulkinder für Schulkinder“.

Die Stadt dient als Brückenbauer - Parallelgesellschaften muss entgegengewirkt werden

Die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ist elementar. Dies gilt sowohl für die, die neu nach Deutschland kommen als auch die, die bereits seit Jahren hier leben. Die Stadt kann hier als ein Brückenbauer zwischen Ludwigshafenern und Neuankömmlingen agieren. Integrationsversäumnisse der vergangenen Jahrzehnte dürfen nicht wiederholt werden, dem Entstehen von Parallelge-sellschaften ist strikt entgegenzuwirken. Die Kommunalpolitik darf bereits hier wohnende, integrationsbedürftige Gruppen nicht aus dem Blick verlieren. Die Einstellung weiterer (Schul-)Sozialarbeiter wird diesem Ziel langfristig gerecht.

Mit dem Programm „Bildung und Teilhabe“ sowie dem „Familienpass“ gibt es bereits Möglichkeiten, einkommensschwache Bevölkerungsteile vollkommen am Stadtleben teilhaben zu lassen. Der „Familienpass“ bietet dennoch Raum zur Optimierung, indem er mehr städtische Angebote beinhalten sollte. Eine Zusammenarbeit mit privaten Partnern ist des Weiteren erstrebenswert.

Für solide Stadtfinanzen

Ludwigshafen ist mit etwa 1,4 Mrd. Euro eine der am höchsten verschuldeten Städte Deutschlands. Es ist nahezu unmöglich, aus eigener Kraft dieser Schuldenfalle zu entkommen. Ludwigshafen ist auf die Hilfe und Solidarität des Landes und Bundes angewiesen; schließlich schultert die Kommune zahlreiche Aufgaben und Ausgaben, die an sie delegiert werden. Die eingeschränkte Handlungsfähigkeit zeigt sich im jüngsten Haushaltsentwurf der Stadt: Nur 7,4% des Gesamthaushaltes entfallen auf sogenannte freiwillige Leistungen, d.h. solche Leistungen, die Ausdruck der kommunalen Selbstverwaltung sind. Dabei befinden wir uns gerade in einer Niedrigzinsphase unter sonst guten konjunkturellen Rahmenbedingungen. Sollten diese positiven Effekte nicht von Dauer sein, wird es zur weiteren Verschärfung der Haushaltslage kommen.

Solide Finanzpolitik ist sinnbildlich für Generationengerechtigkeit

Für uns junge Generation bedeutet diese enorme Zusatzbelastung weniger Spielräume in Bereichen, die wesentlich die Lebensqualität beeinflussen: Bus und Bahn, Museen und Theater, Vereinsleben.

Die JU Ludwigshafen tritt für einen funktionierenden Finanzausgleich zwischen reichen und armen Kommunen, die Entlastung durch Bund und Land sowie das Rückfahren rein konsumtiver Kredite ein. Alle Maßnahmen der kommenden Jahre sind auf weitgehend vollständige Gegenfinanzierung und Zukunftsorientierung zu überprüfen. Bereits angestoßene Entschuldungsmaßnahmen, Fonds und Aktionsbündnisse sind sinnvoll fortzuführen und gegebenenfalls zu ergänzen. Weitere Entlastung ist durch Maßnahmen zu erreichen, die auf eine niedrigere Arbeitslosenquote und damit geringere Sozialausgaben abzielen. Städtische Projekte können in stärkerer Zusammenarbeit mit privaten Partnern kostengünstiger durchgeführt werden, unter der Voraussetzung gleichbleibender Qualität für die Bürgerinnen und Bürger.

Für kluge Köpfe

Bildung ist das Fundament einer erfolgreichen zukünftigen Stadtentwicklung und eröffnet Chancen für Jedermann. Eine gut ausgestattete Schulinfrastruktur, inklusive guter Erreichbarkeit, muss für ein junges Ludwigshafen selbstverständlich sein: Räumliche und soziale Mobilität gehen Hand in Hand. Studien zeigen, dass die Kennziffern Klassengröße und Lehrerausfallquote nicht allein für eine sinnvolle Ausbildung junger Schülerinnen und Schüler ausschlaggebend sind. Genauso wichtig sind ausreichende Qualifizierungen und Fortbildungen der Lehrkräfte sowie eine technische Ausstattung, die verschiedene pädagogische Konzepte zulässt.

Der Vermittlung sozialer Kompetenzen, grundlegender Lernmethoden sowie von Fachwissen sind jederzeit Mittel (finanzieller, personeller und sachlicher Art) in genügendem Maße zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend ist ein solch guter Zustand der Schulgebäude zu garantieren, dass die Schulen störungsfrei ihren Kernaufgaben wahrnehmen können. Die Aneignung von Fähigkeiten und Wissen muss dabei schülergerecht stattfinden. Wir stehen dafür ein, Schülerinnen und Schüler ihren Talenten und Begabungen entsprechend zu fördern; dabei dürfen weder leistungsstarke noch -schwache Schülerinnen und Schüler aus dem Blickfeld geraten. Gute Bildungsangebote und Abschlüsse hoher Qualität garantieren jungen Erwachsenen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Die JU Ludwigshafen stellt sich gegen den Weg zur Einheitsschule.

Die Schule ist ein Ort, an dem alle Teile der Gesellschaft in ihrer Diversität aufeinandertreffen. Darum ist sie ein Schlüsselort für erfolgreiche Integration. Diese kann jedoch nur geschehen, wenn man sich dort gegenseitig versteht. Es ist daher nur sinnvoll sich darum zu bemühen, dass Deutsch, die offizielle Sprache in Deutschland, auch als Umgangssprache in Schulen verwendet wird. Gemeinsam erlernte Fremdsprachen bleiben davon unberührt; durch ihr Sprechen stellt sich ein gewünschter Lernerfolg ein.

Die JU Ludwigshafen stellt sich gegen den Weg zur Einheitsschule.

Bildung endet nicht mit dem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss. Wir haben in Deutschland ein funktionierendes System, u.a. bestehend aus dualer, berufsorientierter Ausbildung sowie einer großen Auswahl an Hochschulstudiengängen. Wichtig wird es in Zukunft sein, das bewährte Fundament dieser Säulen zu bewahren, gleichzeitig aber flexibel genug zu sein, um sich an Herausforderungen und Chancen anpassen zu können. In Zeiten des lebenslangen Lernens müssen auch nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung Qualifizierungsangebote erfolgen, um den Menschen Anpassungsmöglichkeiten angesichts beruflicher Veränderungen zu bieten. Bund, Land und Kommune, aber auch die Arbeitgeber müssen hier ihrer Verantwortung gerecht werden.

Leider handelt es sich bei Bildung um ein Feld, auf dem gerne experimentiert wird anstatt auf Kontinuität und bewährte Konzepte zu setzen. Immerhin die Kommunalpolitik soll als stets hilfsbereiter, vor allem als verlässlicher und berechenbarer Ansprechpartner agieren.

Gemeinsam die Stadt gestalten

Die Heimat ist dort, wo das Herz am höchsten schlägt. Ob Groß und Klein, ob Jung und Alt – wir wollen, dass sich jeder in Ludwigshafen heimisch fühlt. Dafür ist in den letzten Jahren schon Einiges passiert, doch auch in Zukunft bedarf es einer starken Stadtgesellschaft, die zusammenhält und Ludwigshafen lebens- und liebenswert mitgestaltet.
Wir wollen ein offenes Ludwigshafen am Puls der Zeit.

Ein sicheres Ludwigshafen, das auch ruhige Orte bereithält.

Ein Ludwigshafen, das seine Ursprünge kennt. Ein Ludwigshafen, das weiß, wohin sein Weg in den nächsten Jahren führt.

Dafür stehen wir als JU Ludwigshafen.

Verantwortung übernehmen. Für Ludwigshafen.

Weil Ludwigshafen uns am Herzen liegt.

Dass Ludwigshafen für alle zur Herzensangelegenheit wird.

Was uns am Herzen liegt! - Unser kommunaler Standpunkt.